Referenz

«Younic» Dübendorf

Ein Grossprojekt in Dübendorf zeigt, wie vorgefertigte Elemente den Baufortschritt beschleunigen, eine hohe Präzision ermöglichen und den Materialüberschuss reduzieren.

Vorfabrizierte Bauteile aus langlebigem Backstein ermöglichen einen besonders effizienten Bauprozess bei hoher Ausführungsqualität.

Stand­ort: 8600 Düben­dorf (ZH)
Archi­tek­ten: SPPA Archi­tek­tur AG
Bau­herr­schaft: Tur­in­tra AG, ver­tre­ten durch UBS Fund Manage­ment AG
Nut­zung: Woh­nen, Gewerbe
Erstel­lung: 2025
Mate­rial: Back­stein Eco XL von Zie­ge­lei Schu­ma­cher AG, Gisi­kon (LU)

Der Düben­dor­fer Orts­teil Hoch­bord wan­delt sich von einem Indu­strie­quar­tier zu einem Gebiet mit einem brei­ten Nut­zungs­mix. Dies gilt auch für die Über­bau­ung «Younic», die anstelle eines rück­ge­bau­ten Büro­ge­bäu­des rea­li­siert wurde. Sie umfasst drei Gebäude mit ins­ge­samt 240 Woh­nun­gen und ver­schie­de­nen Gewer­be­flä­chen. Die Woh­nun­gen sind auf unter­schied­li­che Grös­sen aus­ge­legt: Vom Stu­dio bis zum 5,5‑Zimmer-Appartment ist alles dabei, sodass ver­schie­dene Bewoh­ner­grup­pen hier ihr neues Zuhause fin­den. In Kom­bi­na­tion mit den Gewer­be­nut­zun­gen ent­steht so ein beleb­tes urba­nes Areal.

Tempo und Prä­zi­sion

Äus­ser­lich unter­schei­den sich die drei sie­ben- bis neun­ge­schos­si­gen Neu­bau­ten deut­lich, sei es durch die Farb­ge­bung der hori­zon­ta­len Geschoss­bän­der oder die unter­schied­lich ver­klei­de­ten Sockel­be­rei­che. Ein­heit­lich ist dage­gen der Wand­auf­bau: Bei allen drei Bau­ten bil­den Fer­tig­wände aus Back­stein in Kom­bi­na­tion mit Bau­tei­len aus Ort­be­ton das Trag­werk.

Die Vor­fer­ti­gung bie­tet meh­rere Vor­teile. Ein wesent­li­cher ist der Zeit­ge­winn: Die Bau­grup­pen konn­ten pro Tag bis zu 300 Qua­drat­me­ter Mau­er­werk ver­set­zen, was etwa sechs­mal so viel ist wie beim kon­ven­tio­nel­len Auf­mau­ern. Dane­ben ent­spre­chen die aus Schwei­zer Back­stein gefer­tig­ten Ele­mente sehr prä­zise den Mass­vor­ga­ben, sodass bei den Fluch­ten und Ebe­nen eine hohe Genau­ig­keit erzielt wurde. Dar­über hin­aus konn­ten die bewähr­ten Vor­züge des Bau­stoffs Back­stein bei­be­hal­ten wer­den. Weitere Vor­teile erga­ben sich durch den gerin­ge­ren Anpas­sungs­be­darf vor Ort, den redu­zier­ten Mate­ri­al­über­schuss und das ver­ein­fachte Anbrin­gen der Elek­tro­in­stal­la­tio­nen.

Lang­le­big und ener­gie­spa­rend

Dass die Ver­ant­wort­li­chen auf Back­stein setz­ten, ist nicht zuletzt auf die Anfor­de­run­gen des Stan­dards Nach­hal­ti­ges Bauen Schweiz (SNBS) zurück­zu­füh­ren, nach dem das Pro­jekt zer­ti­fi­ziert wird. Der Stan­dard umfasst die wirt­schaft­li­che, soziale und öko­lo­gi­sche Nach­hal­tig­keit. Die gewähl­ten Mate­ria­lien müs­sen daher nicht nur wirt­schaft­lich sein, son­dern auch umwelt­freund­lich und gesund­heit­lich unbe­denk­lich. Der Back­stein erfüllt diese Ansprü­che durch seine Lang­le­big­keit, die regio­nale Her­stel­lung und seine ther­mi­schen Eigen­schaf­ten, die zusam­men mit der Wär­me­däm­mung zu einem tie­fen Ener­gie­be­darf bei­tra­gen.

Dank der vorgefertigten Backsteinwände kamen die Arbeiten deutlich schneller voran als bei konventionellen Bauprojekten. (Fotos: Studio Gataric)
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