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Dach

Ein Dach aus Tondachziegeln schützt das Haus und seine Bewohner/innen vor Witterungseinflüssen. Und es kann noch mehr. Denn Tonziegel werden in den verschiedensten Formen, Farben und Oberflächen hergestellt und bieten Planerinnen und Planern herausragende gestalterische Möglichkeiten. Zeigen Sie Charakter.

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Vorteile Steildach

Wie zeich­nen Kin­der ein Haus? Drei Linien und ein Steil­dach oben­drauf! Das Steil­dach ist ganz ein­fach das Urbild, die ursprüng­li­che Form eines Daches. Per Defi­ni­tion hat es eine Nei­gung ab 20 Grad und ver­eint damit alle Vor­teile, die es braucht:

Wohn­kom­fort. Warm im Win­ter, kühl im Som­mer. Ein Steil­dach ver­bes­sert auf­grund der natür­li­chen Belüf­tung unter­halb der ober­sten Lage des Daches die ther­mi­sche Effi­zi­enz eines Gebäu­des erheb­lich. So wird sowohl im Som­mer als auch im Win­ter höch­ster Wohn­kom­fort sicher­ge­stellt.

Per­fek­ter Schutz gegen Nie­der­schlag. Ein geneig­tes Dach lei­tet Nässe schnell ab. Egal, ob Stark­re­gen, Schnee oder Grau­pel die Ursa­che sind: Wer mit einem Steil­dach plant, ver­mei­det teure Was­ser­schä­den.

Wie­der­ver­wen­dung von Regen­was­ser. Ein Steil­dach macht die Samm­lung von Was­ser ein­fach. Mehr noch: Dach­zie­gel beein­flus­sen die Qua­li­tät des Regen­was­sers nicht; Was­ser kann vom Schräg­dach für ver­schie­dene Brauch­was­ser­nut­zun­gen gesam­melt wer­den.

Sturm­si­cher­heit. Bei Steil­dä­chern bricht der Wind am First. Das ist der Grund dafür, dass es auch höhe­ren Wind­stär­ken opti­mal stand­hal­ten kann.

Stark bei Schnee. Stark geneigte Dächer hal­ten nicht nur Schnee­fäl­len stand, ihre Form schafft auch ein natür­li­ches Schnee­räu­mungs­sy­stem, indem der Schnee an den Sei­ten her­un­ter­glei­tet und schmilzt. Ein gefähr­li­ches, hän­di­sches Ent­fer­nen von Schnee oder Hagel ent­fällt.

Solare Ener­gie­ge­win­nung. Ein Son­nen­kraft­werk auf dem Haus lie­fert Strom und Heiz­ener­gie zum Null­ta­rif. Bei einem geneig­ten Dach kön­nen Pho­to­vol­taik- und Solar­an­la­gen ein­fach instal­liert wer­den — ggf. auch nach­träg­lich.

Fle­xi­bi­li­tät. Heute schon an Mor­gen den­ken: Mit einem Steil­dach lässt sich das Dach­ge­schoss jeder­zeit aus­bauen. Auf glei­cher Grund­flä­che wird so zusätz­li­cher, attrak­ti­ver Wohn­raum geschaf­fen.

Kom­pakt­heit. Ein Haus mit Steil­dach ist um 12,5 % kom­pak­ter als ein Flach­dach­haus mit dem­sel­ben Wohn­raum. Dadurch wird das Haus ther­misch effek­ti­ver, da die Wand­ober­flä­che, die mit der Aus­sen­welt Kon­takt hat, redu­ziert wird.

Nied­rige War­tungs- und Repa­ra­tur­ko­sten. Ein mit Dach­zie­geln ein­ge­deck­tes Steil­dach ist beson­ders robust und wider­stands­fä­hig. Und sollte den­noch ein­mal ein Scha­den ent­ste­hen, kön­nen ein­zelne Zie­gel pro­blem­los und schnell aus­ge­tauscht wer­den.

Lang­le­big­keit. Ein Steil­dach behält seine Funk­tion und seine anspre­chende Optik über viele Jahr­zehnte. Das macht es zu einer äus­serst soli­den Bau­in­ve­sti­tion. Ins­be­son­dere, wenn die Deckung aus Ton­dach­zie­geln besteht.

Grafik: Lebensdauer von Dacheindeckungsmaterialien, Angaben in Jahren
Tondachziegel halten über Generationen und sind gut fürs Budget. (Quelle: SBR, Levensduur van bouwproducten, Niederlande 2011)

Tondachziegel

Der klas­si­sche Dach­zie­gel besteht aus natür­li­chem Ton, der in Form gebracht und danach im Ofen gebrannt wird. Ton­dach­zie­gel haben sich über die Zeit mehr als bewährt. Ein­zig ihre Pro­duk­ti­ons­me­thode hat sich den heu­ti­gen Mög­lich­kei­ten ange­passt. Schwei­zer Her­stel­ler pro­du­zie­ren qua­li­ta­tiv hoch­wer­tige Pro­dukte in gros­sen Char­gen und mit Respekt für Mensch und Umwelt.

Ton­dach­zie­gel kom­men bei Steil­dä­chern und bei flach geneig­ten Dächern ab 15 Grad Dach­nei­gung zum Ein­satz. Sie sind UV-bestän­dig, säu­re­fest, farb­echt und extrem lang­le­big. Unter­schie­den wer­den Falz‑, Pfan­nen- und Biber­schwanz­zie­gel sowie Son­der­pro­dukte.

Falz­zie­gel auch Dop­pel­falz­zie­gel genannt, sind rundum ver­falzt. Dies sorgt einer­seits für eine gute Regen­ein­trags­si­cher­heit und ande­rer­seits für die Funk­ti­ons­tüch­tig­keit der Lüf­tungs­räume inner­halb der Dach­kon­struk­tio­nen.

Biber­schwanz­zie­gel besit­zen kei­nen Falz und kön­nen des­halb bei der Dach­deckung nicht inein­an­der­grei­fen. Sie eig­nen sich des­halb beson­ders für Dächer mit einer höhe­ren Nei­gung.

Falz­bi­ber­zie­gel (auch Biber­schwanz­falz­zie­gel oder kurz Falz­bi­ber) ver­bin­den die cha­rak­te­ri­sti­sche Optik von Biber­schwanz­zie­geln mit der Funk­tio­na­li­tät eines Falz­zie­gels, indem sie mit Kopf- und Sei­ten­fal­zen aus­ge­stat­tet sind.

Son­der­pro­dukte ergän­zen das viel­fäl­tige Zie­gel­sor­ti­ment. Ver­schie­dene Spe­zi­al­zie­gel die­nen der Gestal­tung von First oder Ort­gang.

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Solarziegel

Solar­zie­gel ver­ei­nen die Vor­teile einer cle­ve­ren Pho­to­vol­taik-Lösung mit denen eines klas­si­schen Zie­gel­da­ches. Zum einen gibt es Ton­dach­zie­gel, auf denen kleine Solar­mo­dule mon­tiert wer­den. Alter­na­tiv kön­nen Module in Form von Zie­geln inein­an­der­ge­fügt wer­den und bil­den so eine was­ser­dichte Ober­flä­che.

Photovoltaik-Solarziegel sind eine Symbiose aus Tondachziegel und Solarziegel. Die Leistung pro Modul beträgt 32 Wp.

Planungsdetails

Bei der Pla­nung von Zie­gel­dä­chern rich­tet sich die Wahl des geeig­ne­ten Zie­gel­typs nach gestal­te­ri­schen wie auch nach tech­ni­schen Aspek­ten.

Gestal­te­ri­sche Aspekte. Art und Nut­zung eines Gebäu­des sowie das Erschei­nungs­bild des Daches in sei­ner Umge­bung stel­len die gestal­te­ri­schen Aspekte dar.

Tech­ni­sche Aspekte. Tech­nisch spielt die geo­gra­phi­sche Lage, vor allem die Mee­res­höhe, eine Rolle. Beson­ders zu beach­ten sind die Schnee­la­sten, vor allem in den Berg­re­gio­nen. Dar­über hin­aus kön­nen Dach­zie­gel ihre Auf­gabe auf Dauer nur dann erfül­len, wenn die emp­foh­le­nen Dach­nei­gun­gen nicht unter­schrit­ten wer­den. Die Mini­mal­nei­gun­gen für die ver­schie­de­nen Zie­gel­ar­ten sind abhän­gig von der Kon­struk­tion des Unter­da­ches, der Spar­ren­länge und der kli­ma­ti­schen Ver­hält­nisse.

Pro­jek­tie­rung und Aus­füh­rung. Bei der Aus­füh­rung von Steil­dä­chern mit Ton­zie­geln sind die Nor­men und Emp­feh­lun­gen des SIA, behörd­li­che Vor­schrif­ten und Ver­ord­nun­gen sowie euro­päi­sche Prüf­nor­men von Bedeu­tung. Unter den nach­fol­gen­den Down­loads fin­den Sie detail­lierte Infor­ma­tio­nen zu den Anfor­de­run­gen an das Unter­dach, die Wär­me­däm­mung, die Deckung und den Schall- und Brand­schutz von Ton­zie­gel­dä­chern.

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