Referenz

«Stabhof» Liestal

Dank Photovoltaik-Dachziegeln liess sich in der malerischen Altstadt von Liestal das Dach eines historischen Gebäudes so modernisieren, dass die Ansprüche an die Ästhetik ebenso erfüllt werden wie der Wunsch nach erneuerbarer Stromproduktion.

Solarziegel eignen sich besonders für historisch bedeutsame Standorte, weil sie sich unauffälliger in bestehende Dachlandschaften einfügen als konventionelle Photovoltaikanlagen.

Stan­dort: 4410 Liestal (BL)
Architek­ten: Büh­ler & Part­ner AG
Bauherrschaft: Fuchs AG
Nutzung: Gewerbe, Wohnen
Erstel­lung: 2022
Mate­r­i­al: Solar­dachziegel PAN 32 von Gasser Ceram­ic, Rap­per­swil (BE)

Die Stadt Liestal mit ihren rund 16’000 Ein­wohner­in­nen und Ein­wohn­ern ist bekan­nt für ihr gut erhaltenes his­torisches Zen­trum. Entsprechend hoch sind die Ansprüche an die Ästhetik, wenn ein Gebäude in der Alt­stadt mod­ernisiert wer­den soll. Dies galt auch für die Sanierung des «Stab­hofs», eines Objek­ts mit ver­schiede­nen Nutzun­gen im Herzen der Stadt. In den ver­gan­genen Jahren wurde es erneuert und beherbergt heute eine Coop-Fil­iale, Gewer­beräume und 20 Miet­woh­nun­gen.

Klare Anforderun­gen

Ein Augen­merk bei der Erneuerung lag auf ein­er möglichst umweltscho­nen­den Energiev­er­sorgung. Dazu planten die Pro­jek­tver­ant­wortlichen auf dem Dach des Gebäudes eine Pho­to­voltaikan­lage, um selb­st Strom zu erzeu­gen und diesen beispiel­sweise für das Aufladen von Elek­tro­fahrzeu­gen zu nutzen. Die Her­aus­forderung dabei: Die Solaran­lage muss den Anforderun­gen des Raum­pla­nungs­ge­set­zes genü­gen. Im Fall der Alt­stadt von Liestal bedeutet das konkret, dass eine Pho­to­voltaikan­lage nur wenig reflek­tieren und nicht über das Dach hin­aus­ra­gen oder von der Strasse aus ein­se­hbar sein darf.

Inno­v­a­tive Kom­bi­na­tion

Als passende Lösung erwies sich ein soge­nan­nter Solarziegel. Dabei han­delt es sich um die Kom­bi­na­tion eines Ton­dachziegels mit ein­er kleinen Pho­to­voltaikein­heit. Diese wer­den jew­eils zu viert als fest ver­bun­denes Mod­ul angeliefert, um die Instal­la­tion auf den vorgängig ver­legten Dachziegeln zu vere­in­fachen. Jedes Mod­ul ver­fügt über einen Steck­verbinder für die elek­trotech­nis­che Erschlies­sung auf der Baustelle. Die Dachdeck­er ver­legen jew­eils ein Mod­ul auf einen der zuvor mon­tierten Ziegel und verbinden danach die Mod­ule unkom­pliziert über die vorge­fer­tigten Steck­verbindun­gen miteinan­der.

Die Ziegel lassen sich in unter­schiedlichen Farbtö­nen her­stellen, sodass die Farbe gut an die jew­eilige Aus­gangslage angepasst wer­den kann. Das ist ger­ade bei his­torisch bedeut­samen Stan­dorten wie der Alt­stadt von Liestal wichtig. Neb­st seinen ästhetis­chen Vorzü­gen ist der Solarziegel auch unter­halt­sarm und erfüllt jed­erzeit seine Funk­tion als Wit­terungss­chutz. Sollte ein Solar­mod­ul beschädigt wer­den, lässt es sich prob­lem­los sep­a­rat aus­tauschen.

Die Solarziegel fügen sich harmonisch in die historische Dachlandschaft von Liestal ein. (Fotos: Gasser Ceramic)
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