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Fassaden

Keramische Fassaden sind angesagt. Und das aus gutem Grund. Kein anderer Baustoff bietet so viel Formen, Farben und Oberflächen. Und das gilt gleichermassen für Sichtsteine, Klinker, Tonziegel oder keramische Fassadenplatten. Ton gibt der Gebäudehülle Charakter, macht sie unterhaltsarm und langlebig.

Individualität

Objek­t­spez­i­fisch hergestellte Fas­saden­ziegel wer­den im engen Dia­log zwis­chen Bauherrschaft und Planer/in entwick­elt. Der Farb- und Ober­flächengestal­tung sind fast keine Gren­zen geset­zt. Die Ober­fläche kann zusät­zlich durch mech­a­nis­che Mit­tel bee­in­flusst wer­den: Sie lässt sich aufrauen, prä­gen, per­fori­eren, besanden oder ein­fach glatt und naturbe­lassen aus­führen.  Fas­saden­ziegel leg­en sich wie eine schützende Haut um den Baukör­p­er und heben dessen Lin­ien her­vor. Sie vere­inen reduzierte For­men­sprache mit der groben Hap­tik tra­di­tioneller Ton­waren und schla­gen so die Brücke zwis­chen Alt und Neu.

Ästhetik trifft Funktionalität – Fassadenziegel vereinen Ästhetik mit inneren Werten. Eine keramische Fassade ist langlebig, einfach zu montieren und lässt sich vollständig rezyklieren. © Gygax Architekten AG

Vielfalt

Die Fas­sadengestal­tung mit Ton­baustof­fen vere­int handw­erk­liche Raf­fi­nesse mit zeit­gemäss­er Tech­nik und eröffnet Planer­in­nen und Plan­ern enorme Möglichkeit­en. Gewagte Raster- und Lochfas­saden, per­fori­ertes Mauer­w­erk, Reliefs, Orna­mente und Zier­mauer­w­erk: Die gestal­ter­ische Vielfalt beim Bauen mit Sicht­back­steinen, Fas­saden­plat­ten, Klink­ern oder Ton­dachziegeln ist gröss­er denn je.

Planungsfreiheit

Voll im Trend sind Tonziegel, die für Fas­saden und eben­so für Däch­er einge­set­zt wer­den kön­nen. Während die Dachdeck­ung kon­ven­tionell geplant wird, gibt es für die Fas­sade­nun­terkon­struk­tion her­steller­be­zo­gen ver­schiedene Lösun­gen. Geschraubt auf Hol­zlat­ten, geschraubt auf Omega-Pro­file aus Alu­mini­um, einge­hängt in ein speziell geformtes Alu­mini­umpro­fil und mit Stahlfed­ern arretiert: Je nach Art des Pro­jek­ts liegt der Schw­er­punkt der einzel­nen Sys­teme auf unter­schiedlichen Anforderun­gen. Sei es max­i­male Wit­terungs­beständigkeit, eine beson­ders hohe Mon­tagegeschwindigkeit oder ein opti­males Preis-/Leis­tungsver­hält­nis. In Uerikon am Zürich­see gelang es beispielhaft,Tondachziegel als prä­gen­des Ele­ment der Fas­saden und des Dachs einzuset­zen.

Ein Haus im Biberkleid: Dach und Aussenwände sind komplett mit glatten Biberschwanzziegeln gestaltet. © AXA Leben AG

Effizienz

Nor­male Voll­wärmeschutz­fas­saden müssen nach ca. 40 Jahren erneuert wer­den. Keramis­che Fas­saden bleiben auch nach Jahrzehn­ten noch form­schön und sind unter­halt­sarm: Wenn ein Ziegel erneuert wer­den muss, kann er ein­fach aus­ge­tauscht wer­den, ohne die gesamte Fas­sade erneuern zu müssen. Das spart Zeit und Geld. Hinzu kommt, dass ein Grossteil des Energieaufwan­des für ein Gebäude während sein­er Nutzung entste­ht. Ton­baustoffe einzuset­zen, die ökol­o­gis­che Vorteile und her­vor­ra­gende bau­physikalis­che Eigen­schaften verbinden, lohnt sich also dop­pelt.

Betrachtung des Energieaufwandes für Gebäudekonzepte 
über den gesamten Lebenszyklus. Ein Grossteil des Aufwandes entsteht während der Nutzungsphase. (Quelle: Umweltbundesamt, Dessau, DE, 2019)